
Über Dr. Rüedi
Er hat während 21 Jahren von 1973 bis 1994 die Geschicke des Zoologischen Gartens Basel geleitet,7 Jahre lang als Zoo Tierarzt, dann 14 Jahre als Zoodirektor.
Er galt zusammen mit seinem besten Freund Prof. Dr. Henning Wiesner, Direktor des Hellabrunner Zoos in München als einer der innovativsten, aktivsten und umsichtigsten Zoodirektoren, der
250 wissenschaftliche Arbeiten über zootierhalterische und zootiermedizinische Themen veröffentlichte.
Dank seiner Initiative und stets harter und intensiver Arbeit wurde der Zoo Basel nach Auskunft der Internationalen Zoodirektorenkonferenz unter den besten und modernsten Zoos international eingereiht.
Jährlich wurden neue Tieranlagen eröffnet, alte auf den modernsten Stand gebracht und grossartige neue Zuchterfolge waren die Folge, wie Schneeleoparden ,Geparden, Kanadische Otter, Indische Panzernashörner, Mähnenwölfe, verschiedene Antilopen, Fossa, um nur einige zu erwähnen.
Höhepunkte seiner jahrelangen Arbeit war die Zucht Afrikanischer Elefanten, seiner Lieblingstiere.
Auch im Vogelbereich und Vivarium verzeichneten sich neue Zuchterfolge.
Ein absoluter Höhepunkt war die von ihm konzipierte Afrika Anlage, eine Gemeinschaftsanlage von Hippos, Straussen und Zebras.
Sein Schaffen war unermüdlich und sein Wirken an Kongressen und in Feldstudien in Kenja, Tansania, Zaire, Sri Lanka ,Burma und anderen Gebieten war im Fachkreis stets willkommen.
Als Zootierarzt wurde er international als Elefantenspezialist anerkannt, sehr geschätzt und oft zu Rate gezogen.
An Zooplanungen in Paris, Athen, Mekka, Togo, Zaire, Istanbul, Deutschland, nur um die wichtigsten zu nennen, arbeitete er als Zooplaner und Realisator tatkräftig mit.
International wurden seine Errungenschaften auf tierärztlichem Gebiet überaus geschätzt, so führte er die laparaskopisch- chirurgischen Eingriffe ein und entwickelte das zur Zeit präziseste Narkosegewehr und sammelte Daten von Blutproben speziell bei Elefanten zur Entwicklung der künstlichen Besamung .
Regelmässige Fernsehauftritte im In -und Ausland zeugen von seiner unermüdlichen Arbeit.
Vom Schweizerischen Bankverein wurde Dr. Rüedi mit dem Bumperniggelpreis
(1993) für seine grossen Verdienste für die Stadt Basel geehrt.
Nach seinem Weggang von Basel wurde über sein Leben und seine Errungenschaften ein Buch geschrieben, das zu grossem Aufsehen gelangte und als nahezu Bestseller gehandelt wurde: "Der Mann der grossen Tiere" von Felix Anderwert, einem renommierten Fernseh-und Radio Journalisten.
Im Militär war er Oberst der Infanterie.
1994 verliess er seinen Wirkungsort auf dem Höhepunkt seiner Karriere und zog in sein längst bevorzugtes und oft bereistes Land, in die USA (Florida), wo er den wärmsten Empfang erhielt.
Von ein paar wenigen Mitarbeitern der Direktion wurde ihm diktatorischer Führungsstil vorgeworfen, was er sarkastisch quittierte mit den Worten:
"Wenn man unfähige Mitarbeiter hat, muss man zu einem entsprechenden Führungsstil greifen".
Nun lebt und wirkt Prof. Rüedi schon seit 30 Jahren in den USA und wurde Doppelbürger.
Obwohl er überhäuft wurde mit Zoodirektoren- Angeboten, hatte er bereits andere Höhepunkte angepeilt. Er beteiligte sich an sehr grossen Zooprojekten wie im Animal Kingdom (Disney World), Costa Rica, Jamaica und Afrikanischen Staaten.
An der Gulf Coast University in Ft. Myers verlieh man ihm seinen zweiten Professoren Titel.
Neben all diesen Aktivitäten "verwirklichte er sich selbst", wie er mehrmals betonte.
Er bestand in den USA nach harter Arbeit das Tierarzt Diplom und dies als 49 jähriger, was noch nie einer vor ihm bewältigt hatte und eröffnete bald danach eine Zoo- und Wildtierklinik in Ft. Meyers.
Er wurde auch Inhaber einer grossen Schiffswerft. Dies bedeutete eine neue Welt, für einen Macher wie Rüedi kein Problem, aber eine riesige Herausforderung.
Damit einher ging fast natürlich die anspruchsvolle Ausbildung zum Hochsee- Kapitän und mit seiner 100 Tonnen Captains-Lizenz fuhr er regelmässig seinen
Mississippi- Dampfer zur See mit Gesellschaften und Forscherteams.
Er erlangte das Tauchbrevet, "ein Muss in Florida" und war in den Keys und den Everglades, so oft es die Zeit erlaubte, auf Tauchgängen zur Erforschung der Manatees (Seekühe).
Ein selbst gebautes Submarine (Unterseeboot) erweiterte seine marine Forschungstätigkeit.
Er pilotierte sein Kleinflugzeug über den Gulf vom Mexico für Meeressäuger Studien.
Er liess sich zum Semitruck- Lastwagenfahrer ausbilden, da grosse Nachfrage bestand und danach zum "Heavy Equipment Operator". Mit dieser Lizenz liess er sich anheuern , mehr als "Hobby", als Beteiligter an grossen Überbauungen.
Als Manatee Forscher konstruierte er eigenhändig ein Rescue- Boot für verletzte Seekühe und Delphine und rettete über 200 Meeressäuger.
Während all dieser Jahre besuchte er alle zwei Monate in Deutschland Kurse zur Ausbildung als "Upper Neck" Chiropraktiker.
Als einer der Höhepunkte in seiner Tätigkeit erfüllte er sich seinen lang gehegten Wunsch und wurde Helikopter Pilot, was ihm Gelegenheit gab, seine Forschungstätigkeiten zu erweitern.
Und noch heute nach 30 Jahren USA ist Prof. Rüedi gesund und voller Tatendrang und in seinem Haus am Gulf vom Mexico mit grossem Umschwung gibt es unendliche Möglichkeiten, sein höchst aktives Leben weiter zu führen.
Seine sportlichen Aktivitäten in der Schweiz wie Karate und Judo blieben ihm stets treu und er nahm regelmässig an Kajak-Rennen und Triathlons teil.
Ein überaus reich befrachtetes Leben!
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